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Gründung des BMV

Die Entwicklung der katholischen Mittelschulverbindungen im Burgenland machte es zur Notwendigkeit, auch in diesem Bundesland einen eigenen Landesverband des MKV zu schaffen. Die Vorarbeiten zu dieser Gründung erfolgten im Einvernehmen der Forchtenstein und der Asciburgia und somit gelang es, dass am 09. 03. 1957, auf der konstituierenden Sitzung, der BMV gegründet werden konnte. Das Ziel dieser Verbandsgründung war, alle Korporationen des MKV, die ihren Sitz im Burgenland haben, sowie alle Altherrenverbände und alle ansässigen Mitglieder außerburgenländischer MKV- Verbindungen zusammenzuschließen. Durch den Landesverband sollte dieses allgemeine Ziel besonders vertieft und gefördert werden. Da die verkehrstechnische Lage im Burgenland, zu dieser Zeit, noch nicht so ausgereift war, fanden die erste Sitzung der Landesverbandsleitung am 06. 04. 1957 und die Folgenden in Wr. Neustadt statt, da dieser Tagungsort für alle Teilnehmer am leichtesten zu erreichen war. Maßgeblich an der Gründung des BMV war Kb Kelemen Wilhelm v. Jumbo (Asc, ArM) beteiligt, der auch die folgenden Jahre Landeverbandsvorsitzender war.

Die erste Landesverbandsleitung sah folgendermaßen aus:

  • Landesvorsitzender: KELEMEN Wilhelm v. Jumbo, Asc, ArM; Hptsch. Oberl., Oberwart
  • Landesvorsitzender- Stellvertreter: HORVATH Ernst v. Gutenberg, Fo, ArM; Buchdrucker, Eisenstadt, Hauptstraße 18
  • Landesschriftführer: MOCNIK Otto v. Alarich, Asc, ArM; Hptsch. Oberl., Friedberg 22, Ost- Stmk.
  • Landeskassier: Dr. (jur.) IBY Hubert v. Cicero, Fo, CV: A-P;Lds. Reg. Koär., Eisenstadt, Landesregierung, Schloß
  • Landessenior: Magister JOB Hans v. Dulder, Fo, CV: A-P;Eisenstadt, Bankgasse 11
  • Landesphilister- Senior: Dr. (jur.) POINTNER Friedrich v. Saxmund Vbl, Asc, ArM; Fin. Koär., Wr. Neustadt, Eisengasse 7/6
  • Landesphilister- Consenior: BELAJAC Karl v. Blui, Fo; Mittelschulprofessor, Eisenstadt, Kaiserallee 8d
  • Landesseelsorger: Msgre. MICHL Josef v. Siegfried, Fo; Religionsinspektor f. d. Mittelschulen desBurgenlandes, Religionsprofessor, Eisenstadt, Rochusgasse 5
  • Landesbeirat f. Presse: HORVATH Georg v. Mercurius, Fo; Kfm. Angestellter, Eisenstadt, Hauptstraße 18
  • Vorsitzender des LVG: Dr. (jur.) HAZIVAR Alois v. Tiger, Asc, ArM, CV: A-P; Rechtskonsulent, Wien IX., Seegasse 6/23
  • Landesconsenioren: HAAS Ludwig v. Etzel, abit, Asc; derzeit: Fjg. in Wr. Neustadt, Stabskompanie, Postfach 176. Heimatanschrift: St. Pölten/ Spratzen, Rößlergasse 6/10 PALLITS Hans v. Italicus, Fo, ArM; Beamter der bgld. Landesregierung, Eisenstadt, Fr. Stornogasse 2 Vorsitzende Verbindung: "Asciburgia"- Oberschützen Kassarevisoren: TOTH Alfred v. Gyges, Asc, CV: Nb- Wien, stud. phil. Studienanschrift: Wien IX., Strudelhofgasse 14/5, Heimatanschrift: Eberau 8, Bgld. PRIELER Otto v. Benjamin, Fo, CV: A-P, Beamter der Bundesländerversicherung, Eisenstadt, Bankgasse 13


Unterorganisationen
Der BMV setzt sich als Landesverband des MKV aus allen in Burgenland ansässigen Verbindungen, die dem MKV angehören, zusammen: Es handelte es sich im Burgenland bis 2002 um sieben Verbindungen. Nach dem Austritt der Mercuria Oberwart (MCO) aus dem BMV im Jahre 2002 besteht der BMV derzeit aus sechs Verbindungen.

Asciburgia Oberschützen (ASO)
Am 02. Oktober 1922 gründeten, der damalige Senior der K.St.V. Ostmark, Jaro Sterbink- Lamina v. Totila und Ulrich Sattler v. Uli die erste burgenländische Pennalie, Asciburgia. Doch musste man einige Zeit warten, ehe der aktive Betrieb aufgenommen werden konnte. So kam es, durch den Religionsprofessor Dr. Ignaz Glas angetrieben, am 3. November 1927 zur offiziellen Gründung der Asciburgia, wo auch gleich die ersten Fuchsen recipiert werden konnten. 1930 erfolgte dann die Aufnahme in den VPV (Verband der katholisch- deutschen Pennalverbindungen Österreichs - Vorläufer des MKV). Am 11. Mai 1930 trat die Asciburgia erstmals an die Öffentlichkeit. Im Beisein zahlreicher Prominenter aus Politik und Wirtschaft erhielt Altbundeskanzler Dr. Ignaz Seipel, am Gründungskommers, das Ehrenband der Asciburgia. Aufgrund des Engagements und der Mitgliedschaft Dr. Seipels, begannen sich viele Mittelschüler für die Asciburgia zu interessieren und traten ihr bei. Doch auch die Asciburgia fand, wie alle anderen Verbindungen auch, am 12. März 1938, ihr vorübergehendes Ende. Die Bude wurde geplündert und die Verbindung selbst verboten. Erst am 06. 06. 1954 konnte die Asciburgia dank Wilhelm Kelemen v. Dr. Jumbo reaktiviert werden. In den folgenden Jahren gründete diese Korporation mehrere Tochterverbindungen, engagierte sich besonders in der Schulpolitik, und auch die Gründung des BMV verdanken wir einigen verdienten Persönlichkeiten Asciburgiae.

Forchtenstein Eisenstadt (FOE)
Als zweite Verbindung im Burgenland wurde am 04. Mai 1924 die Forchtenstein Eisenstadt gegründet. Die treibende Kraft bei der Gründung war, der Veterinärmedizin studierende, Josef Kittelmann, der auch Mitglied der K. A. V. Norica Wien war. Weiters waren Prof. Josef Michl und Anton Lehner maßgeblich an der Gründung beteiligt. Bereits am 05. Juli 1924 konnte sich die Forchtenstein, unter zahlreicher Teilnahme der Bevölkerung, der Öffentlichkeit präsentieren. Wie auch bei vielen anderen Verbindungen war ein Hauptproblem der Anfangszeit, die Suche nach einer geeigneten Bude. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam auch die Auflösung der Forchtenstein. Während der Besatzungszeit durch die Sowjetarmee war es nicht möglich die Forchtenstein zu reaktivieren und so kam es erst am 08. September 1955 zur ersten konstituierenden Sitzung und somit zur Reaktivierung der Forchtenstein. Von da an ging es wieder Bergauf und die Forchtenstein konnte sich bald zur größten Verbindung im Burgenland entwickeln. 1969 und 1984 organisierte die Forchtenstein für den BMV Pennälertage in Eisenstadt. Heute ist die Aktivenzahl mit ungefähr 35 Aktiven konstant.

Arminia Mattersburg (ARM)
Nachdem die Gründungsversuche der "Ostmark" Mattersburg durch die Asciburgia fehlgeschlagen waren, kam es am 21. April 1933, wiederum angeregt durch die Asciburgia, zur Gründung der Arminia. Doch auch diese Verbindung konnte sich, ähnlich wie die Ostmark, anfangs nicht etablieren. Daher wurde sie 1935 vom MKV von allen Rechten und Pflichten enthoben, bis sie es schaffen würde, einen stabilen, aktiven Verbindungsbetrieb aufzubauen. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten musste auch Arminia sistiert werden und konnte sich erst am 15. März 1958 reaktivieren. Mit der Reaktivierung kam es zu ähnlichen Problemen wie vor dem Krieg - z. B. keine eigene Bude. Doch auch diese Schwierigkeiten und folgende Rückschläge konnte diese Verbindung immer wieder erfolgreich bewältigen. 1960 wurde Arminia in den MKV aufgenommen und bereits 1961 gelang es das Budenproblem, durch den Ankauf einer eigenen Bude, zu lösen.

Mercuria Oberwart (MCO)
Als weitere Tochterverbindung der Asciburgia wurde Mercuria am 16. 01. 1960 gegründet. Zu Beginn gelang es nur wenige Schüler der Handelsakademie für Mercuria zu begeistern, außerdem fehlte eine eigene Bude. Darum wurden alle Convente und Glaubensstuden im Pfarrheim in Oberwart abgehalten. Bei Veranstaltungen wie Kneipen war die junge Mercuria sehr von ihrer Mutterverbindung abhängig. Im Dezember 1960 konnte bereits das erste Chargenkabinett, welches nur aus Aktiven bestand, den Verbindungsbetrieb fortführen. Man musste nicht lange warten, fand sich auch eine geeignete Bude, die zwar sehr renovierungsbedürftig war, jedoch war dem Tatendrang der jungen Mercuren keine Grenzen zu setzen. 1961 begannen die, manchmal schwierigen Vorbereitung für den Publikationskommers Mercuriae, welche die Erwartungen der Aktivitas bei weitem übertrafen. Etwa 300 Gäste, darunter auch der Abgeordnete zum Bundesrat Fritz Eckert, der das Ehrenband Mercuriae erhielt, konnten an der gefüllten Kommerstafel begrüßt werden. Es folgte eine Zeit der Krise. Viele Schicksalsschläge ereilten Mercuria (Abberufung von Freunden und Gönnern, usw. ) und so wurde sie schließlich 1985 sistiert. Im Jahr 2002 entschloss sich die Hauptversammlung der Mercuria zum Austritt aus dem MKV und somit auch zum Austritt aus dem BMV.

Quisinia Güssing (QIG)
Da das, Mitte der Sechzigerjahre in Güssing gegründete, Oberstufenrealgymnasium zuerst als Expositur des Gymnasiums Oberschützen geführt wurde, kam es bald zu engen Kontakten mit Oberschützen, was damit endete, dass viele interessierte Güssinger Schüler bei Asciburgia recipiert wurden. Am 27. März 1967 wurde dann Quisinia aus der Taufe gehoben. Trotz vieler
Schwierigkeiten , denen sich die junge Verbindung anfänglich gegenübersah, war eine stete Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Bald hatte Quisinia ihren festen Platz im burgenländischen Verbindungsleben. Die größte Schwierigkeit, mit der Quisinia seit jeher konfrontiert wurde, ist, die fehlende ortsansässige Altherrenschaft. 1972 wurde die Güssinger Korporation, als Vollmitglied, in den MKV aufgenommen.

Eisen Pinkafeld (EIP)
Im Herbst 1967 trafen sich einige junge Studenten, die die, erst vor wenigen Jahren eröffnete, Höhere Technische Bundeslehranstalt, besuchten und allesamt korporiert waren und beschlossen in Pinkafeld eine Technikerverbindung ins Leben zu rufen. Das Stiftungsdatum wurde für den 02. Feber 1968 festgesetzt, ein für die Stadt Pinkafeld historisches Datum. Die Kontakte zur HTBLA und zu umliegenden Verbindungen war hergestellt und so kam es zum Hauptproblem: Sollte die Eisen als Tochterverbindung einer bereits bestehenden Verbindung gegründet werden und sollte diese viel versprechende, junge Technikerverbindung es alleine versuchen? Die Gründungsburschen entschieden sich dafür, ihre eigenen Wege zu gehen. So wurde Gerhard Schuch v. Tangens zum ersten Senior der Eisen gewählt. Die Korporation begann sich in den folgenden Jahren prächtig zu entwickeln und war bereits 1977 bereit für ihre bisher größte Herausforderung: den 35. Pennälertag. Heute klagt die einst so starke Eisen über Sorgenerregende Nachwuchsschwierigkeiten und was die Zukunft bringt ist wohl nicht abzusehen.

Aegidia Stegersbach (AIS)
Zwei Jahre vor der Eröffnung der, in Stegersbach neu gegründeten, Handelsakademie, wird Aegidia, durch tatkräftiger Mitwirkung vom Stegersbacher Pfarrer, Dechant Alois Tonweber, im November 1976 gegründet. Bereits im Feber 1977 konnten die ersten Fuchsen recipiert werden. Nach einer dreijährigen Probezeit wird Aegidia als vollberechtigtes Mitglied in den MKV aufgenommen. Aegidia bezog ihre Bude im Pfarrzentrum St. Aegyd, von wo aus sie auch heute noch, sowohl das kirchliche, als auch das gesellschaftspolitische Leben der Gemeinde Stegersbach stark beeinflusst und prägt.

 

 


 

Entwicklung des BMV

Nachdem sich der Landesverband konstituiert hatte konnte auch sogleich mit der Arbeit begonnen werden. Ein Hauptproblem des BMV war seit jeher die regionale Verteilung der einzelnen Korporationen. So versuchte man den Landesverband, mehr oder weniger, in zwei Teile zu gliedern, wobei in der Landesverbandsleitung, Vertreter sowohl für den Landesnorden, als auch für den Süden vertreten sein sollten. Bereits zur Gründung des BMV wurden eigene Satzungen und eine GO erarbeitet, doch da dem noch so jungen Landesverband die dafür erforderliche Erfahrung fehlte, stellte der damalige WStV- Vorsitzende Kb Felix Steiner, auf Gesuch von LVV Kelemen, die Satzungen und GO des WStV leihweise zu Verfügung, nach denen die Statuten des BMV geschaffen wurden. Sobald die vereinsrechtlichen Angelegenheiten geregelt waren, konnte man daran gehen, die Aufgaben des BMV, nämlich die Ziele und die Zusammenarbeit der einzelnen Verbindungen zu fördern, zu erfüllen. So kam es vom 11. April bis 13. April 1960, unter dem Motto "Freiheit, die wir meinen" , zur ersten Arbeitstagung des BMV. Diese fand im mittleren Saal der Handelskammer in Eisenstadt statt. Etliche junge Kartellbrüder aus unserem Burgenland nahmen daran teil und konnten sich für ein sehr umfangreiches, für Mittelschüler vielleicht zu niveauvolles, jedoch äußerst interessantes Programm begeistern. Seine Exzellenz Bischof DDr. Stefan Laszlo eröffnete die Tagung mit einem Referat, welches zum Inhalt hatte, dass heute immer mehr Akademiker, für materiellen Gewinn, auf die fundamentalen Rechte der Freiheit verzichten. Weiters beleuchteten Prof. André de la Maestre vom französischen Kulturinstitut, Univ. Doz. Dr. Anton Burghardt, Kb LR Reg. Rat Josef Lentsch, Univ. Doz. Dr. Ernst Bannerth, Dr Karl Wenger von der Handelskammer Wien und einige Kartellbrüder, das Phänomen "Freiheit" von Seiten der Kirche, der Wirtschaft, der Politik, und der Geschichte. Im Allgemeinen konnte diese Arbeitstagung des BMV als gelungen bezeichnet werden. Am 10. und 11. März 1962 folgte eine Chargenschulung in Bernstein. Die burgenländischen Kartellbrüder wurden, in einem eigens organisierten BMV Bus, von den einzelnen Verbindungsstandorten nach Bernstein verfrachtet. Der damalige Kartellsenior Peter Krause leitete den Reigen der Vorträge mit einem Referat über "Jugendorganisationen in Österreich" ein. Der Kartell- Consenior belehrte die Burgenländer über "Benehmen in Couleur" und die Kartellsekretärin Frau Hilde Schuh zeigte Videoaufnahmen über die Arbeiten der MKV- Leitung. Eine stimmungsvolle Messe in der Bernsteiner Stadtpfarre leitete den zweiten Tag dieser Schulung ein, an dem neben HR Dir. Korber auch Kb Sterbick Lamina ein Referat über die Geschichte des MKV und der burgenländischen Verbindungen. Diese Schulung war wiederum ein Beweis für die Leistungsfähigkeit des BMV und sollte in den kommenden Jahren zur ständigen Einrichtung, der Landesverbandsschulung, werden. Der BMV regte bis ins Jahr 1969 drei Verbindungsgründungen an, die dann auch von Asciburgia vollzogen wurden. Diese waren: K.Ö.St.V. "Mercuria" Oberwart, K.Ö.St.V. "Quisinia" Güssing, T.V. "Eisen" Pinkafeld.

27igster Pennälertag in Eisenstadt
Der erste wirkliche Höhepunkt seit dem Bestehen des BMV, und gleichzeitig die erste große Bewährungsprobe, war zweifellos die Veranstaltung eines Pennälertages. Pennälertage sind couleurstudentisch traditionelle Jahrestreffen des MKV, die jedes Jahr, zu Pfingsten, an einem anderem Ort, in einem anderen Bundesland veranstaltet werden. Diesesmal sollte erstmalig das Burgenland Austragungsort sein. E. v. Forchtenstein erklärte sich bereit, die Organisation des Pennälertages zu übernehmen. LVV Otto Prieler v. Benjamin (FOE) übernahm den Vorsitz des Pennälertag- Organisationskommitees und organisierte diese Großveranstaltung letztendlich, praktisch alleine. Eingeleitet wurde dieser Pennälertag, am Donnerstagabend, mit einem Empfang des BMV in der Bauernschule, an dem rund 100 Kartellbrüder teilnahmen und sich mit Gulasch und burgenländischen Wein verwöhnen ließen. Ein glänzender Auftakt, der bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Die Eröffnungsmesse wurde vom hohen Kartell- Seelsorger des MKV, Msgr. Fuchs, in der Gnadenkapelle Oberberg zelebriert. Am Kartellrat - einem Beschlussfassenden Gremium des MKV, bestehend aus dem Kartellpräsidium, den Landesverbandsvorsitzenden, -senioren, - philistersenioren - wurde e. v. T.V. Eisen als fünfte burgenländische Verbindung, probeweise in den MKV aufgenommen. Höhepunkte des Kartellrates waren sicherlich der Besuch von Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo und Bundeskanzler Kb Dr. Klaus. Freitagabend veranstaltete Landeshauptmann Theodor Kery einen Empfang im Landhaus, wo er, bei seiner Ansprache, die Bedeutung und das Wirken des MKV in Österreich hervorhob. Auf der Kartellversammlung, dem höchsten beschlussfähigen Organ des MKV - bestehend aus zusätzlichen Vertretern jeder einzelnen Verbindung - nahm als Regierungsvertreter Staatssekretär Pisa teil und sprach über "Jugend- und Bildungspolitik". Weiters wurde das, für den MKV, äußerst heikle Thema, Aufnahme von evangelischen Christen in den MKV diskutiert, welches jedoch, per Antrag abgelehnt wurde. Der Aktiventag, an dem die Senioren der Einzelnen Verbindungen, sowie die Landessenioren teilnehmen, beschäftigte sich grundsätzlich mit den Neuwahlen des KCHC. Am Altherrenbundtag, an dem die Philistersenioren und Landesphilistersenioren teilnehmen, war die Budgetfrage Grundthema der Tagung. Sonntag früh, um 1000 Uhr, fanden sich bereits zahlreiche Kartellbrüder auf der Osterwiese ein, um der, von DDr. Laszlo zelebrierten, Feldmesse beizuwohnen. Auch Bundesminister Soronics und Landesrat Tinhof nahmen am Gottesdienst teil. In der Predigt betonte DDr. Laszlo die Notwendigkeit, das Katholikentum einer gefestigten und sicheren Zukunft entgegenzuführen. Im Anschluss an die Messe folgte der Festumzug, an dem sich rund 2000 MKVer beteiligten und der von der Osterwiese, über die Eisenstädter Hauptstraßen führte und mit einer Festkundgebung, wiederum auf der Osterwiese, endete. Neben DDr. Stefan Laszlo, Bundesminister Soronics und anderen zahlreichen Ehrengästen, waren etwa 1000 Teilnehmer zum Festakt im Haydnsaal des Schlosses Esterházy erschienen. Prologe, Reden und Lieder, die unsere vier Prinzipien zum Thema hatten, wechselten einander ab. Der Abschluss des 27. Pennälertages des MKV fand, in Form einer Festkneipe, die, in St. Georgen, vom Landessenior des BMV Ernst Kapai geschlagen wurde, statt. Obwohl beinahe alle anderen Landesverbände daran gezweifelt hatten, ob es einem so jungen und kleinen Landesverband gelingen würde, einen Pennälertag zu organisieren, war diese Veranstaltung ein voller Erfolg für den BMV und der Beweis, dass der BMV durchaus ein gleichberechtigter und gleich starker Landesverband ist.

Programm des 27. österreichischen Pennälertages
22. 5. 1969 12.00 Pressekonferenz in Wien 15.30 Pressekonferenz in Eisenstadt 20.00 Empfang des BLV für die bereits anwesenden Kartellbrüder in der Bauernschule Eisenstadt 23. 5. 1969 8.30 Hl. Messe für die Kartellratsteilnehmer in der Gnadenkapelle Oberberg Eisenstadt 9.30 Kartellrat im Schwechaterhof (Kl. Saal) 20.00 Empfang der Burgenländischen Landesregierung (gesonderte Einladung) 24. 5. 1969 10.00 Kartellversammlung 19.30 Altherrenbundtag und Aktiventag 25. 5. 1969 10.00 Feldmesse zelebriert von Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo Bei Schlechtwetter: Festmesse im Haydnsaal des Schlosses Esterházy Anschließend Festzug und Kundgebung 15.00 Festakademie im Haydnsaal des Schlosses Esterházy 20.00 Festkneipen in den Weinorten rund um den Neusiedlersee 26. 5. 1969 9.00 Gottesdienst in der Franziskanerkirche Ausklang und Rückreise

BMV zwischen zwei Pennälertagen
Nach diesem großen Erfolg und den gewaltigen Auftrieb, den der 27. Pennälertag mit sich brachte, ging man im BMV voll Motivation in die folgenden Arbeitsjahre. Neben diversen Schulungen, die bereits zu Routine geworden waren, stach der BMV immer wieder durch Teilnahme oder gar Organisation von Großveranstaltungen hervor. So war der Festakt "50 Jahre Burgenland" ein gegebener Anlass für den BMV, die Zugehörigkeit des Burgenlandes zu Österreich mitzufeiern. Am 04. September 1971 wurde, abends, wegen der Landesfeiern und des 47. Stiftungsfestes der Forchtenstein ein Festkommers geschlagen. Bei den nachmittäglichen Beratungen wurden viele neue Funktionäre in die Landesverbandsleitung des BMV hinein gewählt. Und genau da zeigte sich, dass die Bereitschaft der Jugend - und im Besonderen der Quisinia - größer denn je war. Es wurde Ernst Potzmann, QIG, zum neuen Landessenior gewählt, der auch vorübergehend die Amtsgeschäfte des Landesverbandsvorsitzenden übernahm, da dieser bis dato noch vakant war. In alter Grenzverbundenheit des LVK ( = Landesverband Kärnten), entsandten die Kärntner 30 Chargierte zu den "50- Jahre Burgenland Feiern." Am Sonntag zelebriert Landesverbandsseelsorger Dr. Emmerich Razc v. Csaba eine heilige Messe, der sich eine feierlicher Umzug, unter zahlreicher Beteiligung der Jugendorganisationen, anschloss. Natürlich durfte hierbei ein Chargiertenkorps des MKV und insbesondere des BMV nicht fehlen, welches unter der Bevölkerung ungeteilten Beifall fand.

1975 gründete Asciburgia, mit Landesverbandsvorsitzenden Dr. Georg Szemes v. Gyuri als treibende Kraft, eine neue Tochterverbindung in Oberpullendorf. Am 22. Juni 1975 erfolgte die formelle Gründung der K.Ö.St.V. "Pannonia" Oberpullendorf. Sie führte die Farben rot- gold- grün und die Deckelfarbe war gelb. Der BMV forderte alle, im Bezirk Oberpullendorf, ansässigen Kartellbrüder auf, diese junge Verbindung zu unterstützen. Nach kurzer Zeit fanden sich etwa 12- 15 Interessierte und Asciburgia erklärte sich bereit freitags um 1600 im Kindergartensaal Oberpullendorf Fuchsenconvente abzuhalten. Obwohl sich OSR Matkovitz, Notar Dr. Seifner, Prof. Rudolf Porr, Prof. Mag. Anton Fazekas und Josef Amschler sehr für Pannonia einsetzten, war die

Aktivenlage 1978 mit fünf mehr als kritisch. Trotz der insgesamt 60 ansässigen MKVer und ÖCVer war es Pannonia nicht möglich Fuß zu fassen und wurde nach 1978 aufgelöst. 1976 sollte es, auf Initiative von Dipl. Ing. Juhasz zur Gründung einer K.Ö.St.V. "Tabor" Neusiedl kommen. Die Forchtenstein sah sich von Beginn an nicht in der Lage diese Verbindung alleine zu betreuen, war aber bereit, wenn nötig mitzuhelfen. So erging wieder vom BMV die Aufforderung an alle ansässigen MKVer und ÖCVer diese Verbindung zu unterstützen und, wenn nötig, aktiv zu werden. Nur Ulrich Sattler, Max Juhasz und Harlad Klein versuchten die Verbindungsgründung voranzutreiben, doch als die BMV- Leitung beim Direktor des Gymnasiums Neusiedl vorsprach und sich den Segen der Schule für diese Mittelschulverbindung holen wollte, wurden sie vom Direktor abgewiesen. Er Angst hatte, dass diese Verbindung zu viel Politik in seine Schule bringen würde und er dann alle anderen Vereine, die sich an seiner Schule konstituieren wollten, auch zulassen müsste. Somit war an eine Verbindungsgründung in Neusiedl nicht mehr zu denken.

1975 war der BMV einer der Mitbegründer des Landesjugendforums (LJF) - eine Organisation wie der Bundesjugendring, nur eben auf Landesebene - bei dem, bei der konstituierenden Sitzung LVV Dr. Georg Szemes, LVS Dr. Emmerich Racz, Lx Eduard Posch, LVVSt. Wolfgang Lackner und Günther Ofner als Vertreter des BMV teilnahmen. Fünf Jahre später, 1980 stellte die burgenländische Gewerkschaftsjugend, mit der Begründung, dass der BMV keine Mädchen aufnehme und dass, das mit den LJF- Statuten nicht konform gehen könne, den Antrag, den BMV aus dem LJF auszuschließen. Dieser Antrag ist mit Mehrheit gefallen - der BMV hat bis heute Sitz und Stimme im LJF.

Dem MKV war und ist als Schülerorganisation die Schulpolitik ein großes Anliegen. Daher war es nur mehr als erfreulich, dass sich der BMV in den Siebzigerjahren zu den schulpolitisch- aktivsten Landesverbänden zählen durfte und die schulpolitische Szene im Burgenland vom BMV beherrscht wurde. So waren, neben zahlreichen Schulsprechern, beide Landesschulsprecher (AHS, BMHS) MKVer und auch die, von JVP und MKV gegründete, UHS (heute Großteils Schülerunion) konnte unter maßgeblicher Federführung und Unterstützung des BMV ihren Betrieb aufnehmen.

35igster Pennälertag in Pinkafeld
Diesesmal erklärte sich e.v. T. V. "Eisen" Pinkafeld dazu bereit, den Pennälertag, von 27. bis 30. Mai 1977, auszutragen. Bereits 1975 wurde, unter der Leitung von Kb Gerhard Schuch v. Tangens, das Organisationskomitee Pennälertag 1977 gegründet. Neben den Kartellbrüdern des BMV, die sich mit der Organisation dieses zweiten, vom BMV veranstalteten Pennälertages, beschäftigten, gelang es auch Mitarbeiter aus anderen Landesverbänden zu gewinnen, darunter auch der Vorsitzende des WStV. Mehr als 2000 MKVer nahmen an diesem 35. Pennälertag des MKV teil. Schwerpunkt der Tagungen (insbesondere des Aktiventages und des Altherrenbundtages war die Schulpolitik. Es wurde ein Schwerpunktprogramm ausgearbeitet welches beinhaltete: o Stressabbau o Verbesserung der Lehrmethoden durch modernere Unterrichtsmittel o Entrümpelung des Lehrplanes o bessere Organisation

An Ehrengästen waren Landeshauptmann- Stv. Soronics, FcG- Chef NRAbg. Ing. Johann Gassner, JVP- Bundesobmann NRAbg. Josef Höchtl, Bundesfeuerwehr- Präsident Kb Ladislaus Widder, Labg. Dr. Josef Schmall, Labg. Josef Gilschwert, BH HR. Dr. Alfred Kranich und Bürgermeister Eugen Kainrath erschienen. Einen Höhepunkt bildete die Feldmesse, die von Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo zelebriert wurde. Zu diesem Anlass wurde auch die, durch finanzielle Unterstützung der Diözese angeschaffte, BMV- Standarte eingeweiht. Am gleichen Tag fand auch der Festkommers in der, bis zum Bersten gefüllten Martinihalle statt. Univ. Prof. Dr. Herbert Schambeck unterstrich in seiner Festrede, dass die marxistischen Kräfte in Österreich überhand nehmen. "Der Staat soll zu einem Gemeinwesen werden, immer mehr Menschen nicht wissen sollen, dass immer weniger Personen immer mehr über sie verfügen."

Auch diese Großveranstaltung war wieder ein Beweis für die Standhaftigkeit und die gute Organisation des BMV.

Hochs und Tiefs im BMV
Seit 1978 steckte, laut Borussenecho Nr. 249 "einer der bestgeführten Landesverbände", der BMV, in einer Krise. Seit der Amtsübernahme von LVV Johann Jost v. Zizibe, ARM, und Lx Adolf Brunner v. Alco, GZL, hatte der BMV praktisch aufgehört zu existieren. Es fanden keine BMV- Schulungen mehr statt, was zur Folge hatte, dass einige Verbindungen Fuchsen verloren, die sich durch solches Nichtstun frustriert sahen. Gründe für ein solches Tief waren, dass keine Aktiven aus den Reihen der Korporationen mehr bereit waren, sich im Landesverband zu engagieren. Darum sollte der tirolerisch- steirische BMVer Adolf Brunner v. Alco von der St. V. "Görz" zu Lienz, der auch bei Asciburgia aktiv war, den Landesverband neu reorganisieren. Was ihm letztendlich auch gelang.

Aus Anlass des 25. Jahrestages der Unterzeichnung des Staatsvertrages hatte der BMV am Nachmittag des 15. Mai 1980 zu einem Festkommers in die Georgihalle in Eisenstadt geladen. Bereits in der Früh fand eine Festmesse in der Haydnkirche, zelebriert vom hohen Landesverbandsseelsorger Kb. Prof. Alfred Wagler, Nordgau/ Prag, statt. Beim anschließenden Festzug, der bis zum Kriegerdenkmal führte, legte Bürgermeister Kb. Kurt Korbatits einen Kranz für alle Gefallenen und Verstorbenen Kartellbrüder nieder. Am Festkommers konnten, neben dem Festredner Dr. Franz Sauerzopf, auch Lagb. Kb. Günther Widder und Fbr. Dr. Josef Schmall begrüßt werden. Nach einer gelungenen Festrede, die sich überwiegend mit der Zeit nach 1955, also mit dem Wiederaufbau Österreichs, beschäftigte und einem mehrfachen Bekenntnis zu unserer Heimat, endete dieser wohl sehr festliche Tag mit der Bundeshymne. Bemerkenswert ist, dass der BMV die einzige Organisation war, die die Feierlichkeiten zu "25. Jahre Staatsvertrag" mit einer Messe begannen.

42igster Pennälertag in Eisenstadt
Von 07. Juni bis 11. Juni 1984 sollte der Pennälertag des MKV zum dritten und vorübergehend letzten Mal im Burgenland stattfinden. Der Aktiventag stand wieder einmal unter dem Thema Schulpolitik. Über die Vorkommnisse des Altherrenbundtages gibt es nichts erwähnenswertes zu berichten. Die Kartellversammlung setzte eine Kommission, bestehend aus je 2 Mitgliedern pro Landesverband und 2 Mitgliedern der Verbandführung, ein, um das Grundsatzprogramm des MKV neu zu überarbeiten. Die Festmesse wurde von Diözesanbischof DDr. Stefan Laszlo zelebriert, der sich das Recht, die Pennälertagsfestmesse zu feiern, auf keinen Fall nehmen lassen wollte und hierfür sogar eine Firmung verschob. Bischof Laszlo verlas einen Brief des Papstes, in dem er seine Verbundenheit mit farbtragenden, katholischen Studenten betonte. Schauplatz der Festmesse war der Leopoldinentempel im Eisenstädter Schlosspark. Das Wetter hielt, auch wenn niemand mehr mit Sonne gerechnet hatte, da es die letzten Tage nur geregnet hatte. Im Anschluss an die Festmesse fand ein Umzug durch Eisenstadt statt, bei dem die circa 350 Chargierten mit Beifall, seitens der Bevölkerung, begrüßt wurden. Der Festkommers fand im Allsportzentrum statt und war mit einem gewaltigem Aufwand verbunden. Als größter Saal in Eisenstadt kam nun einmal nur das Allsportzentrum in Frage, doch durfte der Belag der Turnhallen nicht mit Straßenschuhen begangen werden. Da man die Kommersteilnehmer nicht bloßfüßig einmarschieren lassen konnte, verfrachtete man kurzerhand den Boden der Wiener Stadthalle nach Eisenstadt um einen bequemen Einmarsch zu gewährleisten. Der Festkommers selber verlief in gewohnter Manier und wurde zur Freude der Chargierten und der rund 2500 Kommersteilnehmer relativ rasch beendet. Als erschienene Ehrengäste konnten LR Dipl. Ing. Hans Karall, FcG- Vorsitzender NRAbg. Johann Gassner, NRAbg. Hans Wolf, Kartellvorsitzender Wagner, den 2. Landtagspräsidenten Dr. Günther Widder sowie Bürgermeister Labg. Kurt Korbatits begrüßt werden. Die Festrede wurde von Dr. Günther Widder gehalten, der uns an unsere vier Prinzipien, Glaube, Lebensfreundschaft, Studium und Vaterlandsliebe erinnerte. Auch dieser Pennälertag sollte allen Teilnehmern noch lange in guter Erinnerung bleiben und den guten Ruf des BMV unterstreichen.

BMV 1984 - 1996
Nachdem man sich, im BMV, von den Strapazen des letzten Pennälertages, einigermaßen erholt hatte, ging man daran die Aufgaben im Landesverband in gewohnter Manier fortzusetzen. 1988 besuchte Papst Johannes Paul II unser schönes Burgenland und zelebrierte eine feierliche Festmesse in Trausdorf. Ein wilkommener Anlass und eine Selbstverständlichkeit, dem Heiligen Vater, durch chargieren und mitfeiern in der hl. Messe, unsere Ehre zu erbieten. Der Papstbesuch ging sehr gut über die Bühne und es waren etwa 500 Couleurträger anwesend und davon 145 Chargierte aus den verschiedensten Landesverbänden.

Zur Zeit der Jugoslawien - Krise, konzentrierte der BMV seine alljährliche Weihnachtsaktion, an der alle Verbindungen teilnahmen, auf die Unterstützung, der vom Krieg unmittelbar betroffenen Gebiete. So gelang es, unter der Organisation von Kb Dr. Milan Kornfeind, Medikamente im Wert von 75.000,- an die Spitäler von Osijek und Varazdin zu liefern.

Ein Jahr später, 1992, stand sie BMV- Weihnachtsaktion unter dem Motto "Hilfe für bosnische Flüchtlinge". Mit den eingesammelten Spendengeldern wurden Lebensmittel und Hygieneartikel angekauft und ins Dominikanerinnen- Kloster nach Zagreb gebracht, wo sie Oberin Imelda Cindric, die "Mutter Theresa von Zagreb" dankbar in Empfang nahm.

Bei der Weihnachtsaktion 1996 konnten 1.000.000,- Forint gesammelt werden, die dem Aufbau einer Jugendfreundlichen Pfarre in Steinahmanger dienten.

Zur bereits festen Einrichtung der südburgenländischen Verbindungen wurde, die "Aktion Reissuppe", bei der, in er Fastenzeit, Geld für Missionsprojekte in der 3. Welt gesammelt wird.

BMV 1997 - 2001
Die Jahre 1997 bis 1999 standen ganz im Zeichen des BMV- Vorsitzenden Dr. Gerhard Mitrovits v. Ammon und seinem Sohn Landessenior Nikolaus Mitrovits v. Rokko, und dürfen zu den erfolgreichsten der ganzen BMV- Geschichte gezählt werden. Kbr. Ammon gelang es den Einfluss des kleinen Landesverbandes BMV im MKV zu stärken und den MKV aktiv mitzugestalten. Aber nicht nur auf höchster Verbandsebene wurde der BMV tätig, sondern auch die interne Organisation wurde gestärkt. Aufgrund der hervorragenden Situation des BMV wurde am Pennälertag 1999 der Antrag eingebracht, den 59igsten Pennälertag 2001 in Eisenstadt auszurichten. Dieser Antrag wurde auch angenommen und so stand einem vierten Pennälertag im Burgenland nichts mehr im Wege. In den Jahren 1999 bis 2001 wurden für den Pennälertag Vorbereitungen getroffen, damit dieser Pennälertag für alle Teilnehmer unvergesslich werden sollte.

59igster Pennälertag in Eisenstadt 2001
Der Pennälertag 2001 fand von 1.Juni bis 4 Juni in Eisenstadt statt und wurde einer der erfolgreichsten Pennälertage der Geschichte des MKV. Über 100 BMVer waren in den vier Tagen, und natürlich davor und danach, rund um die Uhr im Einsatz, um dieses Ereignis zu einem couleurstudentischen Fest werden zu lassen. Den Gästen wurde neben der einmaligen Atmosphäre von Eisenstadt eine Menge geboten, wie z.B.: ein Couleurstudentischer Heuriger, ein Clubbing, ein Haydnkonzert, gratis Eintritte in alle Museen, eine Bieroper und vieles mehr. Den Höhepunkt des Festes bildete der Sonntag mit einer Freiluftmesse und dem anschließenden Festumzug und Festkommers. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, es regnete in Strömen, was unseren Bischof Dr. Paul Iby v. Saulus nicht davon abhielt die Messe zu zelebrieren. Für alle, die dabei waren, ein unvergessliches Erlebnis. Abgeschlossen wurde der Pennälertag mit einem fulminanten Festkommers in der Georgihalle in Eisenstadt und einem Ausklang auf der Bude der K.Ö.St.V. Forchtenstein.

BMV 2001-2003
In den Jahren 2001 bis 2003 wurde vom LChC unter der Führung von KBr Dr. Mitrovits v. Ammon versucht den Schwung des Pennälertags in die weitere Arbeit mitzunehmen, was nicht ganz gelang. Im Jahr 2003 entschloss sich KBr Dr. Gerhard Mitrovits am Ende seiner Amtszeit, Herbst 2003, nicht mehr für das Amt des Landesvorsitzenden zur Verfügung zu stehen. Er ging als einer der besten Landesvorsitzenden aller Zeiten in die Geschichte des BMV ein und wurde am Landesverbandsconvent Herbst 2003 zum Ehrenvorsitzenden des BMV ernannt, der höchsten Auszeichnung, die der BMV vergeben kann. Weiters wurde am LVC ein neues LChC gewählt an deren Spitze nun KBr MMag. Markus Prenner steht, und das versuchen wird mit neuer Kraft den BMV in die Zukunft zu führen.

Zusammenfassung
Der "Burgenländische Mittelschülerverband katholischer farbtragender Studentenkorporationen" hat sich, seit seiner Gründung 1957, durch Asciburgia und Forchtenstein, zu einem der best geführtesten Landesverbände heraufgearbeitet. Großereignisse wie, bisweilen, vier Pennälertage haben den BMV an Ansehen in der Öffentlichkeit dazu gewinnen lassen. Der BMV engagiert sich sowohl auf karitativen-, als auch auf gesellschaftspolitischen Gebieten. Den Verbindungen des BMV gelang es auch, dort Fuß zu fassen, wo es jeder für unmöglich gehalten hatte. Hochs und Tiefs durchlebte dieser, jüngste Landesverband, doch hat er immer versucht seine Pflichten, den Mitgliedern gegenüber, wahrzunehmen. Auch in Zukunft wird die Arbeit des BMV auf unseren vier Prinzipien basieren und mit etwas Glück und Gottes Hilfe werden wir auch, auf uns zukommende Probleme bewältigen!