Mitglieder
1. Ordentliche Mitglieder Drucken

 

K.Ö.St.V. Aegidia Stegersbach

Im November 1976 wird die Aegidia gegründet. Treibende Kraft ist der damalige Pfarrer von Stegersbach, Dechant Alois Tonweber. Als Gründungsmitglieder schließen sich aus der Region stammende Mitglieder von Quisinia Güssing, Mercuria Oberwart und Forchtenstein Eisenstadt der Verbindung an. Zum ersten Senior wird Karl Metzger v. Valerius gewählt, zum Philistersenior Emil Sagmeister v. Gaius. Aegidias Heimat ist das Pfarrzentrum St. Aegyd. In den Anfangsjahren werden vor allem Schüler der HAK Stegersbach rezipiert. Seit den frühen 80er Jahren stoßen hingegen fast ausschließlich Burschen zur Aegidia, die in und um Stegersbach wohnen, aber in Pinkafeld, Güssing oder Oberschützen die Schule besuchen.

Im Oktober 1980 nimmt der MKV die Aegidia als vollberechtigtes Mitglied auf.

Im November 1982 legt der Burschenconvent das Motto Treu zu Gott und Vaterland als Aegidias Wahlspruch fest.

Am 26. Oktober 1984 kommt es zum Freundschaftsband-Tausch mit Quisinia Güssing.

Am 30. Juni 1985 verstirbt völlig unerwartet Verbindungsgründer Dechant Alois Tonweber v. Schmäh.

In der Fastenzeit 1990 lädt die Verbindung erstmals zur Aktion Reissuppe, bei der seitdem jährlich Geld für Missionsprojekte gesammelt wird.

1990 findet das erste Oktoberfest statt. Die Tanzveranstaltung bleibt zehn Jahre fester Bestandteil des Stegersbacher Veranstaltungskalenders.

Als Ehrenmitglied wird Pfarrer Karl Hirtenfelder im April 1991 in die Aegidia aufgenommen, welcher bis heute ihr Verbindungseelsorger ist. Im November 1991 gründet sich ein Wien-Zirkel.

Im Mai 1994 wird eine Podiumsdiskussion der Aegidia zum Ausgangspunkt für die Gründung des Stegersbacher Dorferneuerungsbeirats.

Aegidia und Asciburgia Oberschützen tauschen im November 1994 Freundschaftsbänder aus.

Zu Pfingsten 1995 wird Christoph Konrath v. Otto zum Kartellsenior des MKV gewählt. Im November 1995 erscheint die erste Ausgabe der Verbindungszeitung AEGIDi.

Das 25. Stiftungsfest im Jahr 2001 ist Anlass für mehrere Innovationen: erstmals wird eine Wallfahrt nach Mariazell durchgeführt; die Erstfassung der Homepage geht online; eine Festschrift über Zukunftsperspektiven für Stegersbach wird auch in den Acta Studentica sehr positiv rezensiert.

Im Jahr 2003 tauschen Forchtenstein Eisenstadt und Aegidia das Freundschaftsband.

2005 lädt Aegidia die Bevölkerung von Stegersbach zu einem Abend anlässlich 60 Jahre Kriegsende - mit 300 Besuchern die größte Veranstaltung in der Verbindungsgeschichte.

Zum 30. Jubiläum Aegidias im Jahr 2006 werden drei neue Wichsen gesegnet.

 

K.Ö.St.V. Arminia Mattersburg

Nachdem die Gründungsversuche der Ostmark Mattersburg durch die Asciburgia fehlgeschlagen waren, kam es am 21. April 1933, wiederum angeregt durch die Asciburgia, zur Gründung der Arminia. Doch auch diese Verbindung konnte sich, ähnlich wie die Ostmark, anfangs nicht etablieren. Daher wurde sie 1935 vom MKV von allen Rechten und Pflichten enthoben, bis sie es schaffen würde, einen stabilen, aktiven Verbindungsbetrieb aufzubauen. Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten musste auch Arminia sistiert werden und konnte sich erst am 15. März 1958 reaktivieren. Mit der Reaktivierung kam es zu ähnlichen Problemen wie vor dem Krieg - z. B. keine eigene Bude. Doch auch diese Schwierigkeiten und folgende Rückschläge konnte diese Verbindung immer wieder erfolgreich bewältigen. 1960 wurde Arminia in den MKV aufgenommen und bereits 1961 gelang es das Budenproblem, durch den Ankauf einer eigenen Bude, zu lösen, welche sich in der Michael Koch Strasse in Mattersburg befindet.


K.Ö.St.V. Asciburgia Oberschützen

Am 02. Oktober 1922 gründeten, der damalige Senior der K.St.V. Ostmark, Jaro Sterbink- Lamina v. Totila und Ulrich Sattler v. Uli die erste burgenländische Pennalie, Asciburgia. Doch musste man einige Zeit warten, ehe der aktive Betrieb aufgenommen werden konnte. So kam es, durch den Religionsprofessor Dr. Ignaz Glas angetrieben, am 3. November 1927 zur offiziellen Gründung der Asciburgia, wo auch gleich die ersten Fuchsen recipiert werden konnten. 1930 erfolgte dann die Aufnahme in den VPV (Verband der katholisch- deutschen Pennalverbindungen Österreichs - Vorläufer des MKV). Am 11. Mai 1930 trat die Asciburgia erstmals an die Öffentlichkeit. Im Beisein zahlreicher Prominenter aus Politik und Wirtschaft erhielt Altbundeskanzler Dr. Ignaz Seipel, am Gründungskommers, das Ehrenband der Asciburgia. Aufgrund des Engagements und der Mitgliedschaft Dr. Seipels, begannen sich viele Mittelschüler für die Asciburgia zu interessieren und traten ihr bei. 1933 wurde mit Hilfe der Asciburgia die Mattersburger Verbindung Arminia gegründet.

Doch auch die Asciburgia fand, wie alle anderen Verbindungen auch, am 12. März 1938, ihr vorübergehendes Ende. Die Bude wurde geplündert und die Verbindung selbst verboten.

Erst am 06. 06. 1954 konnte die Asciburgia dank Wilhelm Kelemen v. Dr.cer. Jumbo reaktiviert werden. In den folgenden Jahren gründete diese Korporation weitere Tochterverbindungen, engagierte sich besonders in der Schulpolitik, und auch die Gründung des BMV verdanken wir einigen verdienten Persönlichkeiten Asciburgiae im Besonderen wieder Dr.cer. Jumbo.

In den 90-iger Jahren hat sich das couleurstudentsiche Leben in Oberschützen stark verändert. 1992 war die Asciburgia Reaktivierungshelfer bei der weltweit einzigen evangelischen Mittelschulverbindung Tauriscia. 1996 gab Prof. Walter Drdla v. Erek nach fast 25 Jahren das Amt des Philisterseniors in jüngere Hände und wurde für seinen unermüdlichen Einsatz von der Verbindung mit dem Titel Doktor cerevisiae et vini geehrt. Seit 1996 hat Sebastian Gimbel v. Sir Amor dieses Amt inne.

Im darauf folgenden Jahr durfte Asciburgia Geburtshelfer bei der Gründung der christlichen Mädchenverbindung Polyxenia sein. Die offizielle Gründung fand am 75. Stiftungsfest Asciburgiae statt.

Die drei eigenständigen Korporationen bilden heute das Couleurstudententum Oberschützens. Die enge Zusammenarbeit führte im Jahr 2006 dazu, dass das größte Projekt in der Verbindungsgeschichte ein eigenes Verbindungshaus in Oberschützen gestartet wurde und mittlerweile auch erfolgreich abgeschlossen wurde. Seit 2009 haben die beiden Mittelschulverbindungen in Oberschützen ein gemeinsames Heim gefunden.

 

T.V. Eisen Pinkafeld

Ausgangspunkt für die Idee einer Mittelschülerverbindung in Pinkafeld war die Gründung der dortigen HTBL.

Erste Kontakte zwischen Georg Szemes vlg. Gyuri, Wolfgang Krutiak vlg. Dr. cer. Aristoteles er sollte später unser Gründer werden -  und Györög Franz vlg. Mick wurden am Pennälertag 1967 in Mödling hergestellt. Im Herbst desselben Jahres wurde dann mit den in Pinkafeld ortsansässigen Philistern Verbindung hergestellt.

Aus den Gesprächen zwischen den Initiatoren konnte man schon damals heraushören, dass die Eisen etwas ganz Besonderes werden würde. Dr. cer. Aristoteles war der Ansicht, dass die Verbindung nicht als Tochterverbindung einer bereits bestehenden Gymnasialverbindung ins Leben gerufen werden solle, sondern aus den Gründungsburschen heraus eine Aktivitas zu bilden sei. Auch die Form des Zirkels sollte nicht die Variation der klassisch geschwungenen Form darstellen und somit von allen anderen hervorstechen.

Die Farben der Verbindung rekrutierten sich einerseits aus den Fachrichtungen der HTL schwarz für Elektrotechnik, rot für Kalorik und blau für Maschinenbau. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zu den bisher gegründeten Verbindungen war, keine K.Ö.ST.V. (kath. öster. Studentenverbindung) zu gründen, sondern eine TV (Technikerverbindung).

Und so fand am 23. März 1968 im Gastgarten des Gh. Szemes  der Gründungsconvent und die Gründung der Technikerverbindung Eisen Pinkafeld statt. Bereits am Pennälertag 1969 in Eisenstadt war das Aufnahmeansuchen an den Verband geplant. Als Reaktion darauf wurde die junge Verbindung probeweise in den Verband aufgenommen.

In den darauf folgenden budenlosen Jahren entwickelte sich eine beachtliche Aktivitas, die ihr Wissen und Interesse an die nachkommende Generation weitergab, die schließlich den Beschluss fasste: Pinkafeld richtet den Pennälertag 1977 aus mit Erfolg.

Der Gewinn aus dieser Veranstaltung legte den Grundstock für die erste Bude in einem feuchten Halbkellerlokal. Die erste wirklich repräsentative Bude konnte nach Gesprächen mit dem damaligen Bürgermeister Bbr. Porthos am 10. Stiftungsfest feierlich eingeweiht werden.

Nach fast drei Jahrzehnten des Schlummerns erwachte die Eisen zu neuem Leben. Am 15. Mai 2007 trafen sich Eisener, Festenburger, Quisinen und Asciburgen um der Eisen neues Leben einzuhauchen. Maßgeblich daran beteiligt waren Philistersenior Bbr. Wolfgang Sommer vlg. Wola und  LVV Bbr. Sebastian Gimbel vlg. Sir Amor, die den Grundstein zur Wiederbelebung gelegt haben. Viele Arbeitsstunden waren nötig, um den Staub der Zeit zu entfernen, der sich über die Jahre angesammelt hatte. Doch schlussendlich hatte sich die Mühe ausgezahlt und wir konnten am 23. Juni eine gelungene Kreuzkneipe mit den Verbindungen aus Oberschützen veranstalten.

 

K.Ö.St.V. Forchtenstein Eisenstadt

Die Katholisch Österreichische Studentenverbindung Forchtenstein wurde am Sonntag, den 4. Mai 1924 als Katholisch deutsche Mittelschülerverbindung gegründet. Der feierliche Festkommers fand am 5. 7. 1924 statt.

Gründer war der Eisenstädter Student der Veterinärmedizin Josef Kittelmann, der bereits bei einer verehrlichen K.a.V. Norica Wien im ÖCV aktiv war.

Weitere Stifter waren: Prof. Josef Michl, Religionslehrer in Eisenstadt und Anton Lehner, Pfarrer in Großhöflein. Die Gründer erwählten die Burg Forchtenstein zum Namenspatron, da diese, auf einen Felsen erbaute, über weite Teile des nördlichen Burgenlandes als uneinnehmbares Bollwerk gen Osten die Gegend beherrscht.

Erster Senior der Forchtenstein war Josef Kittelmann v. Tschik.

Der Wahlspruch lautete: Wurzelnd in der Heimaterde, Treue Gott und deutschem Herde!

Am Weihnachtsfestkommers des Jahres 1924 tauschte die Forchtenstein mit einer verehrlichen Babenberg zu Wiener. Neustadt ein Freundschaftsband. Über die Jahre wurden weitere Bänder getauscht, nämlich mit einer e.v. Asciburgia Oberschützen, mit einer e.v. Mercuria Oberwart, sowie einer e.v. Aegidia Stegersbach.

Mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1938 wurden quasi über Nacht sämtliche konfessionellen Verbindungen aufgelöst und deren Buden versiegelt. Das Verbindungslokal der Forchtenstein in der Pfarrgasse wurde ebenfalls versiegelt und von der HJ bewacht. Der damalige Senior Eduard Neubauer v. Alarich stieg in der Nacht durch ein Fenster in die Bude ein und brachte eine studentische Festtracht (Wichs), das Protokollbuch sowie das Fahnentuch der Forchtenstein über das Leithagebirge in Sicherheit.

Nach dem Krieg unterband die sowjetische Besatzungsmacht die Reaktivierung, sodass erst nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 eine Reaktivierung möglich wurde. Durch Hofrat Ulrich Sattler v. Fassl und andere Interessierte wurde am 8. September 1955 eine erste konstituierende Sitzung abgehalten, bei der 7 neue Mitglieder aufgenommen (recipiert) und gleichzeitig geburscht wurden um einen neue Vorstand (ChC) aufstellen zu können. Der Wahlspruch wurde auf Für Gott und Heimaterde! geändert. Ebenso änderte man den Namen auf K.Ö.St.V. Forchtenstein Eisenstadt.

In Eisenstadt wurden bisher drei Pennälertage des Mittelschülerkartellverbandes von der K.Ö.St.V. Forchtenstein organisiert, nämlich in den Jahren 1969, 1984 und 2001.

 

K.Ö.St.V. Quisinia Güssing

Mit der Gründung des Gymnasiums in Güssing 1964 begannen auch bald die Bestrebungen hier eine Mittelschülerverbindung ins Leben zu rufen. Im Frühjahr 1967 wurden die ersten Schüler aus Güssing bei Asciburgia recipiert und fuhren regelmäßig zu den Fuchsenconventen nach Oberschützen.

Am 27. März 1967, einem Ostermontag, fand der Gründungsconvent im Hotel Fassmann statt, und die Katholisch-österreichische Studentenverbindung QUISINIA wurde aus der Taufe gehoben. In Anlehnung an die Batthyánischen Farben wurden die Verbindungsfarben Blau-Weiß-Rot gewählt, der Name leitet sich vom Güssinger Burgberg ab.

Im November 1967 wurde Quisinia probeweise in den MKV aufgenommen und 1972 als Vollmitglied.

Nach zwei kurzfristigen Lösungen konnte 1975 das Wirtschaftsgebäude der alten Mühle in der Dammstraße als Bude angemietet werden. Dies sollte für die nächsten 14 Jahre Quisinias Heimat bleiben.

Mitte der Siebziger hatte sich Quisinia hat auch als gesellschaftlicher Faktor in der Stadt etabliert. Der erste Ball der Couleurstudenten 1976 war ein großartiger Erfolg. Mit dem Erlös dieses und des zweiten Balles 1977 konnten zwei weitere Vollwichsen und die große Verbindungsfahne angeschafft werden.

Gegen Ende der Siebziger zeichneten sich aber die ersten Probleme ab. Die Keilung an der Schule war nicht mehr so erfolgreich wie in den ersten Jahren, die Altherrenschaft war weit verstreut. Im Herbst 1981 hatte die Verbindung keine Aktiven mehr an der Schule. Im Dezember stand Quisinia kurz vor der Auflösung. Nur langsam konnte der Aktivenbetrieb wieder in Schwung gebracht werden, dennoch gab es ab 1984 wieder einen deutlichen Aufschwung.

1989 gab es mit der Gründung der C.Ö.M.V. Walcueria einen neuen couleurstudentischen Impuls in Güssing. Gemeinsam bezog man im Frühjahr 1990 eine neue Bude in der Raiffeisenstraße.

Das Jahr 1992 sah ein prächtiges 25. Stiftungsfest, mit einem Kommers im großen Festsaal des Kulturzentrums. Leider machte aber die allgemeine Nachwuchskrise innerhalb des MKV auch vor Quisinia nicht Halt. Receptionen wurden spärlicher, dadurch wurde auch die Keilarbeit immer schwerer.

Im Sommer 1999 übersiedelten Quisinia und Walcueria in die jetzige Bude in der Grabengasse. Derzeit sind die Vorbereitungen für das 40. Stiftungsfest im Gange. Daran geknüpft ist die Hoffnung mit neuer Motivation den Verbindungsbetrieb wieder in Schwung bringen zu können.

 

 
2. Außerordentliche Mitglieder Drucken

Um die Verbundenheit der christlichen Mittelschulverbindungen im Burgenland auch nach Außen zu zeigen und um die Zusammenarbeit zu intensivieren wurden 4 weitere burgenländische Verbindungen als außerordenliche Mitglieder in dem BMV aufgenommen. Es handelt sich dabei um drei Mädchenverbindungen und eine evangelische Verbindung 


C.Ö.M.St.V. Pannonia Eisenstadt

Gegen Ende des Jahres 1999 fanden sich mehrere Eisenstädter Schülerinnen, die Kontakt mit Mitgliedern der Forchtenstein hatten, zusammen, um eine Idee aufzugreifen, die wohl unbewusst von einem der Ihren in ihre Köpfe gesetzt worden war.

Bei der Erstellung der GO, des Comment und der Statuten stand uns die Forchtenstein hilfreich zur Seite.

Am 10. Jänner 2000 war es schließlich so weit: Unsere Verbindung, die Christlich Österreichische Mädchenstudentenverbindung Pannonia Eisenstadt, wurde aus der Taufe gehoben. Erste Receptionen fanden bald statt, und auch eine kleine Schar an Ehrendamen wurde feierlich in unserem Kreise willkommen geheißen. Mit Unterstützung eben derselben fand am 7. Oktober 2000 schließlich unser Publikationskommers im Gasthof Ohr in Eisenstadt statt.

Fanden die ersten Veranstaltungen der jungen Verbindung noch im Eisenstädter Leinner-Haus oder auf der Bude der Forchtenstein statt, machten wir uns eifrig auf die Suche nach einer eigenen Bude. Fündig wurden wir schließlich im Dompfarrzentrum, wo uns ein Kellerraum zur Verfügung gestellt wurde.

Der Pennälertag 2001 in Eisenstadt brachte schließlich eine weitere gute Möglichkeit, unsere junge Verbindung zu präsentieren.

Mit Hilfe unserer Ehrendame Dagmar Mitrovits v. Lena und deren Mann, BMV-Ehrenvorsitzendem Dr. Gerhard Mitrovits v. Ammon, wurde es schließlich möglich, neben der neu gegründeten Eisenstädter ÖCV-Verbindung A.V. Austro-Ferrea in den Keller des neuen Studentenheims der Burgenländischen Landwirtschaftskammer zu ziehen.

Seit dem Weihnachtsfestkommers 2004 verfügt die Pannonia nun auch über eine Verbindungsseelsorgerin: Mit der Aufnahme von Sr. Consolata Supper v. Diana, die uns bereits seit der Gründung unserer Verbindung mit Rat und Tat zur Seite stand.

Mit der Zeit etablierte sich die couleurstudentische Landschaft der drei bzw. vier Verbindungen in Eisenstadt: Jährlich gemeinsam abgehaltene Veranstaltungen sind etwa der Weihnachtsfestkommers wie auch die Eisenstädter-Kneipe. Auch gemeinsame Ferialprogramme zeugen von der guten Zusammenarbeit.

Ein wichtiger Meilenstein war auch unser 5. Stiftungsfest im Oktober 2005, zu dem wir neben zahlreichen Chargierten etwa 90 Gäste in der Corona begrüßen durften.

Seit dem 29. April 2006 ist unsere Pannonia nun außerordentliches Mitglied des BMV. Damit wurde ein Höhepunkt in der seit Jahren hervorragenden Zusammenarbeit zwischen den burgenländischen Verbindungen erreicht: Bereits seit mehreren Jahren werden die Landesverbandsschulungen gemeinsam gestaltet und besucht. Für die kommenden Jahre gilt es nun, die gegenseitigen Freundschaften zu stärken und weiter gemeinsam für das Couleurstudententum im Burgenland zu arbeiten.

 

C.Ö.M.V. Polyxenia Oberschützen

Im Frühjahr 1997 organisierte die Asciburgia im BG/BRG Oberschützen ein Rhetorikseminar, an dem unter anderem auch viele Schülerinnen teilnahmen. Nach dem Seminar stellten einige Teilnehmerinnen dem Trainer, Philistersenior Asciburgiae, Sebastian Gimbel v. Sir Amor, die Frage, warum es in Oberschützen keine eigene Mädchenverbindung gäbe die Idee der Gründung war geboren.

Die offizielle Gründung fand am 4.10.1997 am 75. Stiftungsfest Asciburgiae in Bad Tatzmannsdorf mit den ersten 5 Mitgliedern statt.

Die Polyxenia bekam den Gaststatus auf der Bude der Asciburgia. Seit diesem Zeitpunkt beherbergte das St. Christophorushaus alle drei Oberschützer Korporationen.

Im Laufe der ersten Jahre wurde die Zusammenarbeit mit den beiden anderen Oberschützer Verbindungen und mit der Walcueria Güssing intensiviert

Speziell die Zusammenarbeit mit der Walcueria mündete in ein gegenseitiges Freundschaftsabkommen & in einen Bändertausch.

In den Jahren 2003- 2005 kam es zu einer kurzen personellen Durststrecke.

Damensenior, Elke Hasler v. Mini, die in der Zwischenzeit allein die Verbindungsgeschäfte übernahm, konnte mit Beginn 2005 wieder den ersten Fuchsen rezipieren Anika Bruckner v. Artemis. Seit diesem Zeitpunkt wächst die Verbindung langsam aber stetig. Das Hausprojekt der beiden Verbindungen, Asciburgia und Tauriscia, wird nach Kräften unterstützt und die Polyxenia ist eingeladen auch nach der Realisierung eines eigenen Verbindungsheimes dieses mit zu benützen.

 

C.Ö.M.V. Walcueria Güssing

Bis 1989 gab es im Burgenland nur Burschenverbindungen. Das sollte sich aber rasch ändern. Durch die Unterstützung einiger Bundesbrüder der ortsansässigen Verbindung Qusinia zu Güssing wagten es 9 junge Schülerinnen aus Güssing eine eigene Mädchenverbindung zu gründen.

Am 30. April 1989 entstand schließlich die Mädchenverbindung Walcueria zu Güssing mit den Farben gold-rot-schwarz und dem Wahlspruch Burgenland und Nächstenliebe.

Am Anfang gab es auch negative Reaktionen. Nicht nur die Tatsache, dass es eine Mädchenverbindung gibt, auch unsere Farben (gold, rot, schwarz) sorgten für viele Fragen und Diskussionsstoff.

Wir scheuten aber den Kontakt zu anderen Verbindung nicht und fuhren quer durch Österreich. Somit konnten wir viele Fragen selbst beantworten. Außerdem besuchten wir sehr viele Stiftungsfeste und jedes Jahr den Pennälertag, wodurch auch viele Freundschaften geschlossen wurden.

Der erste Höhepunkt neben unseren jährlichen Stiftungsfesten war der 1. Ball der Farben im Jahre 1991, welcher zahlreich besucht wurde.

Wir knüpften auch Kontakte zu anderen Mädchenverbindung, die damals hauptsächlich in Wien und Niederösterreich waren. Im Jahre 1990 traten wir dem VfM bei.

Der nächste Höhepunkt in unserem jungen Verbindungsleben war das 10. Stiftungsfest 1999, das wir im Kulturzentrum Güssing feierten. Zugleich veranstalteten wir auch die VfM Tage, die jedes Jahr eine andere Mädchenverbindung organisiert, welche einen großen Erfolg darstellten.

Ebenfalls zu diesem Anlass wurde das Freundschaftsabkommen mit der Mädchenverbindung Polyxenia Oberschützen abgeschlossen, welche jedoch kein Mitglied im VfM ist.

Auch mit dem BMV wurde die Zusammenarbeit immer besser. Im Jahre 1996 wurde ein Freundschaftsabkommen mit dem BMV beschlossen. Somit haben wir auch die Möglichkeit, an diversen Schulungen teilzunehmen und für unsere Verbindung Förderungen zu bekommen. Am 22.4.2007 sind wir als außerordentliches Mitglied dem BMV beigetreten.

 

E.M.V. Tauriscia Oberschützen

Die Tauriscia zu Oberschützen wurde am 02.05.1958 von zwölf Schülern, dem ortsansässigen Pfarrer Tepperberg und Prof. Szeberényi, der am BRG Oberschützen unterrichtete, gegründet.

Der Name leitet sich von dem keltischen Volksstamm der Taurisker, die zu den ersten Bewohnern des Südburgenlandes zählten, ab.

Von Anfang an lehnte sich die Tauriscia sehr an den Wingolf an. Schließlich unterstützten die Aktiven der Mutterverbindung sie von Beginn an ideell, praktisch und materiell. Die Tauriscia übernahm die Satzungen, den Comment und das Liedgut der akademischen Verbindung.

Das erste Stiftungsfest Taurisciae konnte am 22. Oktober 1958 unter großer Beteiligung vieler Wingolfiten gefeiert werden. In den ersten Monaten ihres Bestandes musste auch das Florettfechten eingeführt werden, um gegen die reaktivierte Burschenschaft Grenzwacht zu bestehen, die vornehmlich evangelische Schüler keilte. Von Anfang an verstand sich die Tauriscia vor allem als Freundschaftsbund. Im Gegensatz zur ortsansässigen Asciburgia, deren politische Ausrichtung man als konservativ bezeichnen kann, legte sich die Tauriscia auf diesem Gebiet nicht fest. Zu den Zielen der Tauriscia zählte immer die Pflege studentischer Tradition, die gemeinsame Freizeitgestaltung, das Bekenntnis zu einem demokratischen Österreich sowie Wahrung der religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Interessen der Mitglieder. In diesem Sinne erlebte die junge Verbindung einen steilen Aufstieg und hatte zeitweilig eine Aktivitas von über vierzig Mitgliedern. Mitte der Sechziger Jahre setzte ein starker Mitgliederschwund ein, der sich bis in die Siebziger Jahre hinein zog. 1978 musste die Aktivitas zum ersten Mal vertagt werden. Erst 1982 begannen sich wieder einige evangelische Schüler für das Verbindungsleben zu interessieren. Wenig später wurde dann mit ihnen und mit der Hilfe von Philister Mag. Christian Buchhas die Tauriscia wieder reaktiviert. Allerdings flaute das Interesse schon 1986 wieder ab und so musste die Tauriscia ihren Aktivenbetrieb Ende des Sommersemesters 1987 wieder aussetzen. Diese Vertagung schien endgültig zu sein. Nach dem 70. Stiftungsfest der Asciburgia im Jahre 1992 erwachte wieder das Interesse auf evangelischer Seite. Mit der Hilfe der Asciburgia reaktivierten am 20. Dezember 1992 vier junge Gymnasiasten die Tauriscia. Allmählich begann die Tauriscia im Oberschützer Verbindungsleben wieder Fuß zu fassen. Auch mit dem Wingolf zu Wien konnten wieder Kontakte geknüpft werden.

Die Tauriscia hat außerdem gute Kontakte zu den anderen burgenländischen Verbindungen, (nicht zuletzt durch den Beitritt als außerordentliches Mitglied in den BMV 2006) und ist immer wieder auf deren Veranstaltungen zu Gast. Auch beim jährlichen Treffen des MKV, dem Pennälertag, war und ist die Tauriscia mit offiziellen Vertretungen anwesend. Ebenso ist man auch auf europäischer Ebene seit dem Beitritt in die Kurie im EKV im Jahr 1998 fest etabliert.